Niederbonsfeld

Die Geschichte von Niederbonsfeld

Die ersten menschlichen Spuren im Raume Niederbonsfeld sind durch Funde von Artefakten am Isenberg / Balkhauser Tal belegt. Sie konnten auf die Zeit um 2000 Jahre v. Chr datiert werden. Die Besiedlung begann ca. im Jahre 900 n. Chr. mit der Rodung des Waldes für einzelne Bauernhöfe.

Die erste Beurkundung besagt, daß im Jahre 970 n. Chr. dem Kloster Werden ein Bauernhof in Balkhausen geschenkt wurde.

Grundmauern der Isenburg

Grundmauern der Isenburg

Rund 200 Jahre später, in den Jahren 1193 – 1200 n. Chr., wurde die Isenburg erbaut. Am 7. 11. 1225 soll der Graf von Isenburg den Erzbischof von Köln ermordet haben. Dafür wurde er hingerichtet und die Burg im Winter 1225 / 1226 völlig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Nachkommen leben noch heute als Grafen von Limburg in Holland.

Die Freilichtbühne an der Isenburg

Im Jahre 1265 schlossen sich die Bauern und Siedler zur Bauernschaft Bodinsfeld zusammen, woraus später die Ortsnamen Ober- und Niederbonsfeld entstanden.

Nach der Überlieferung siedelten sich nach Teilung der Marken in der Winzermark ärmere Erbpächter an. Diese Gegend war bis 1850 durch Diebe und Banden berücksichtigt, so daß das Militär der Mark zur Bewältigung und Hilfe herangezogen werden mußte.

Am 31.10.1841 wurde das Amt Hattingen gegründet. Dazu gehörten damals auch Dahlhausen und Linden sowie Oberbonsfeld. Im Jahre 1881 fiel Oberbonsfeld an die Stadt Langenberg. Die Blütezeit hatte Niederbonsfeld als selbständige Gemeinde. In den folgenden Jahren wurde das Amt Hattingen immer wieder kleiner, bis es 1969 aufgelöst wurde.

Niederbonsfeld wurde zur Stadt Hattingen eingemeindet. Ohne Nierenhof erweiterte diese Eingemeindung die Stadt Hattingen um 4,3 km² und ca. 2200 neue Bürger.

In Niederbonsfeld wurde 1900 eine katholische und 1934 eine evangelische Kirche eingeweiht. Bis dahin mußten die Bürger nach Hattingen oder nach Niederwenigern zum Gottesdienst. Die erste Schule wurde im Jahre 1728 am Schölken in Nierenhof erbaut. Die ev. Schule Winzermark wurde 1854/55, die kath. Schule am Vogelsberg 1876/77 erbaut. Eine weitere Schule wurde 1910 in Balkhausen errichtet.

Tippelstrasse um 1959

Tippelstrasse um 1959